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9.Jahrgang November 2003
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WESTFALIA Werksmuseum ist selber Geschichte
Nach dem Aufbau eines Text- und Bild-Archives zur Firmengeschichte vor rund fünfzig Jahren begann man 1967 in Wiedenbrück mit der gezielten Sammlung “historischer” WESTFALIA-Produkte und Fahrzeuge. Anhänger, -kupplungen, Sonderkarrosserien, Camper und allerlei zeittypisches Zubehör konnten nach und nach zu einem informativen Werksmuseum zusammen gestellt und in den vergangenen beiden Jahrzehnten dann einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden, bis vor ein paar Monaten jedenfalls: siehe Bild rechts  –  das Obergeschoss ist bereits völlig leer...
leer
hoffen
WESTFALIA Van Conversion immerhin ist sich seiner Verantwortung bewusst, will zumindest den campinghistorischen Anteil erhalten und sucht dafür in Wiedenbrück (warum eigentlich nicht innerhalb des Werksgeländes?!?) entsprechende Räumlichkeiten: das ehemalige Museumsgebäude wird nämlich demnächst abgerissen... Hoffentlich erfreulichere Fortsetzung in WRP 18 !
Im Zuge der vollzogenen Teilung der alten “WESTFALIA-WERKE”
(nach ihrem 150.Geburtstag!!) in Trailer-Group (Anhänger), Auto-motive (Anhängerkupplungen) und Van Conversion (Freizeit- und Nutzfahrzeug-Einbauten) ist das Interesse am Erhalt des gemeinsamen Erbes verloren gegangen; technikgeschichtlich wertvolle Stücke sind bereits in alle Welt verkauft...


Es  muss  nicht  immer

VOLKSWAGEN  sein
(Teil2)

In dieser lockeren Artikelserie haben wir zuletzt einen Ford Taunus Transit Westfalia von 1963 gesehen (vergleiche Anzeigenteil in dieser Ausgabe). Hier nun eine andere, wohl recht seltene Variante zum Thema: ein 66er Mercedes 319 Westfalia mit Dormobildach aus den USA; Eigentümer seit Mai ´02: Stephanie und Kelly. Der Grundriss ist dem des Ford ziemlich ähnlich. Alles etwas größer, logisch, Mercedes ! Auf der Abbildung (aus besseren Zeiten...)
ist das Vorzelt erkennbar –  Form und Muster kommen uns doch irgendwie vertraut vor ?!?

Benz

Soweit bekannt, wurde dieser Fahrzeugtyp von Daimler-Benz damals nicht in die USA verkauft. Die Teile-Beschaffung dürfte daher auch „im Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ nicht gerade einfach sein...

Benz innen

Kurze Geschichte dieses Mercedes-Benz-Westies: 

1966  bestellt von einem Herrn Kleins aus Lancaster/Pennsylvania und Transport von Wiedenbrück in die USA (wohl kaum auf eigener Achse...)

1972  Familie Stauffers (zu der Stephanie gehört) erwirbt das Fahrzeug mit 20 000 Meilen auf dem Tacho. In den folgenden 22 Jahren kommen weitere 150 000 Meilen hinzu auf Fahrten durch den gesamten nordamerikanischen Kontinent.

1995  Verkauf an eine Samantha. Der Motor wird 

überholt; nach einer Jahrestour steht der Mercedes.

2002  Stephanie und Kelly kaufen den Camper zu- rück und planen, das Auto komplett zu restaurieren.

Ob es einen solchen Mercedes-Westy wohl auch noch in Europa gibt ?!? In USA kennen wir jetzt zwei.

Bilder und Geschichte mit Genehmigung übernommen 

www.geocities.com/mb319camper/
Benz 3


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